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Archive for the ‘Schwaben’ Category

Leserbrief an die Schwäbische Zeitung zum Thema DSL Ausbau im ländlichen Raum

24/09/2012 1 Kommentar

Gerade habe ich von einem Bekannten einen Leserbrief mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten. Es geht um folgenden Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 23.09.2012;

DSL Bürgerinitiative ruft zum Spenden auf
Laufende Verträge sollten nur in kurzen Fristen verlängert werden

Endlich Anschluss: Dafür kämpft die „DSL Bürgerinitiative Beuren, Blochingen, Rulfingen mit Zielfingen“. (Foto: dpa/SZ-Archiv)
Von Vera Romeu

RULFINGEN Diese Woche werden die Briefe an die interessierten Bürger hinaus gehen, die signalisiert hatten, für das ambitionierte Projekt der „DSL Bürgerinitiative Beuren, Blochingen, Rulfingen mit Zielfingen“ spenden zu wollen. Der im Vorfeld schon zugesagte Betrag sollte nun mit dem Stichwort „DSL Mengen“ auf das Konto der „Franz und Regine Frauenhoffer Stiftung“ überwiesen werden. Frank Seeger von der Bürgerinitiative führt die Liste der Spender, aktualisiert sie kontinuierlich. Die Spendenbescheinigung wird dem Spender innerhalb einer kurzen Bearbeitungszeit zugesandt, damit sie bei der Steuerklärung geltend gemacht werden kann. „Die Spenden sollten bis spätestens Ende Oktober auf dem Konto der Frauenhoffer Stiftung eingegangen sein“, bitten die Initiatoren.
Am 30. Juni 2013, so hat es die Firma NeckarCom vertraglich zugesagt, werden die Bürger in Beuren, Blochingen und Rulfingen die Möglichkeit bekommen, ihren Haushalt an das schnelle DSL anzuschließen und die hohe Leistung der Breitbandversorgung genießen.
Wichtig ist aber jetzt neben der Spendenüberweisung, dass die Bürger ihre derzeit laufende Verträge mit ihrem Internetanbieter hervor holen und prüfen, wann sie verlängert werden müssten. Ab jetzt gilt der Rat, keine langfristige Verträge mehr zu unterschreiben, sonst kann es passieren, dass der eigentlich interessierte Bürger erst lange nach dem 30. Juni 2013 angeschlossen werden kann.

Im Hintergrund ist viel von den privaten Initiatoren geleistet worden. Ihnen ist es zu verdanken, dass mit der „Franz und Regine Frauenhoffer Stiftung“ Kontakt aufgenommen wurde. Parallel wurde von der Stadtverwaltung einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlichen Raum (ELR) beantragt, um die Breitbandversorgung für Unternehmer in den Ortsteilen zu sichern. Von den insgesamt 135 000 Euro, die aufgebracht werden müssen, um das große Projekt der modernen Grundversorgung umzusetzen, kommen 54000 Euro aus dem Programm ELR. Den Rest müssen die Bürger miteinander aufbringen. „Werden die Spendenzusagen von den Bürgern eingehalten, so schaffen wir es bis Ende Oktober unseren Anteil beizusteuern“, berichten die Gründer der privaten DSL Initiative, die die Ortsteilen Beuren, Blochingen und Rulfingen zu einer leistungsstarken Solidargemeinschaft hat zusammenwachsen lassen.
Nach Ende Oktober, werden die Initiatoren alle Bürger aus den drei Ortsteilen zu einer Informationsveranstaltung in die Blochinger Festhalle einladen. Regine und Franz Frauenhoffer sowie Vertreter der Firma NeckarCom werden den Bürgern die weitere Schritte genau erklären. Danach können sich die Bürger mit ihren konkreten Fragen über ihren laufenden Vertrag an die Stiftung, an die NeckarCom und an die Gründer der DSL-Initiative wenden und sich beraten lassen. Um anzuschließen müssen nämlich die Haushalte den Betreiber wechseln. Nur bei NeckarCom kann man dann in den Genuss der leistungsstarken Breitbandversorgung kommen. „Da kann es schon sein, dass beim einen oder anderen Fragen über die Modalität des Wechsels aufkommen. Wir werden diese Fragen nach der Informationsveranstaltung gern beantworten und beim Wechsel behilflich sein“, versprechen die Initiatoren. Die laufende Verträge sind erfahrungsgemäß sehr verschieden, sie müssen individuell und genau angeschaut werden, um zum richtigen Zeitpunkt wechseln zu können.
Die private DSL Bürgerinitiative hat Hand in Hand im Hintergrund zusammengearbeitet. Die wichtigste Hürde ist nun, die Spenden von den Bürgern zu bekommen. Dann dürfte nicht mehr viel im Weg stehen, um ab 1. Juli des kommenden Jahres an der Datenautobahn angeschlossen zu werden. Haushalte und Betriebe sichern sich auf diese Wiese Standortvorteile für ihre Ortsteile.
(Erschienen: 23.09.2012 20:20)

via

Hier nun der Leserbrief:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

sicherlich ist es ein positives Anliegen, den ländlichen Raum mit einem schnellen Internet auszubauen. Es ist auch schön zu sehen, dass engagierte Bürger etwas bewegen können. Mit dem Artikel vom 23.09.2012 zum DSL Ausbau und dem einhergehenden Spendenaufruf, soll nun das Vorhaben finanziert werden. Leider nicht ohne Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger:

Natürlich benötigt man für ein solches Projekt einen DSL Anbieter, deshalb arbeitet man auch hier mit einem Vertragspartner eng zusammen und bindet die Kunden mittels Vertrag. Eine freie Auswahl des Anbieters ist somit nicht gewährleistet – die Kosten des Anbieters müssen sich ja langfristig decken. Gibt es Probleme mit dem Anbieter, ist ein Wechsel unmöglich und der Kunde muss sich damit abfinden.

Um den Zuschuss des ELR zu erhalten, müssen über Spendenbeiträge 81.000 € eingesammelt werden. Das bedeutet, dass die Bürger nicht nur an einen Anbieter gebunden werden, sondern auch noch zu ungefähr zwei Dritteln selbst den Ausbau finanzieren müssen. Dieser Ausbau beinhaltet vermutlich auch die Sanierung des Stromnetzes, was mit einer DSL Leitung meist einhergeht. Wie mir scheint, geht der Trend im ländlichen Raum in letzter Zeit stark in Richtung privat finanziertem Netz- und Straßenausbau, wobei letzteres ja wiederum ein eigenes Kapitel für sich ist.

Wie das im Bereich Computer und IT so ist, entwickelt sich die Technik stets rasant weiter. So auch im Bereich des (mobilen) Internets. Gibt man bei Google als Suchwort „LTE+DSL“ ein, so wird einem schnell klar, dass es mittlerweile gute, erschwingliche Alternativen zu einer DSL Leitung gibt. Die zukunftstechnologie LTE ist gerade FÜR den ländlichen Raum eine wirkliche Alternative und schon jetzt weit verbreitet. Vermutlich haben schon viele Jugendliche auf Ihren Iphones/Smartphones LTE. Viele Eltern dürften nicht wissen, was das ist, bzw. das es das überhaupt gibt. Laut der Vodafone-Netzabdeckungsübersicht ist übrigens an allen Standorten (Blochingen, Rulfingen, Zielfingen und Beuren) LTE verfügbar und kein weißer Fleck auf der Karte erkennbar. Ein Bekannter aus Zielfingen hat mir das mit seinem Iphone vor Ort bestätigt.

Die Arbeit der Frauenhoffer Stiftung und den Beteiligten ist selbstverständlich eine Bereicherung für den ganzen Landkreis und darüber hinaus. Zur Erreichung des Ziels „Chancengleiche Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie“ spielt LTE jedenfalls eine große Rolle und sollte von der Stiftung nicht außer Acht gelassen werden.

Letztlich wird mit einem an sich tollen Vorhaben der Bürger zu einem großen Teil für die Finanzierung des Netzausbaus zur Kasse gebeten. Früher gehörte eine solche Finanzierung in das Aufgabengebiet der Stadtverwaltung, doch das hat sich mit Mengen 2.0 wohl auch geändert.

Mit freundlichen Grüßen
C. Müller

 

 

 

Boah geil – Weißwurst mit integriertem Senf

Auf diese Erfindung hat die Welt (ausser Bayern natürlich) gewartet: Weißwürste mit eingebautem Senfanteil. Respekt. Mir kennat allas – ausser Hochdeitsch!

Image

Stefan Bless sagt, er habe die «Stuggi» genannte Wurst «aus einer Notsituation» heraus erfunden: «Bei Veranstaltungen standen oft die Kunden da – mit zwei Würsten in der Hand – und ihrer lieben Not, Ketchup oder Senf drauf zu machen.» via

How to: Spätzle schaben

Ich kenne Fr. Lutz nicht, aber Sie ist sehr sympathisch und beherrscht das Sppätzle schaben im Schlaf. Bei mir funktioniert das noch nicht so toll… Vermutlich brauche ich einfach mehr Übung.

neidonka, firre, glattschdreicha……
suuuuber 5 punkte
für fischköpfe:
hineintauchen, vor, glattstreichen. hahahah

Wusstet ihr, dass

eine Homoehe in Baden-Württemberg auf der KFZ Zulassungsstelle für 300 € geschlossen werden muss? Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will das nun ändern und Baden-Württemberg von den texanischen fundi-Verhältnissen erlösen. – Zu Recht!

Denn politisch werden Lesben und Schwule in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten diskriminiert. Wollen sie heiraten, müssen sie dafür in die Kfz-Zulassungsstelle. Bis zu 300 Euro kostet das, heterosexuelle Paare müssen nur 40 Euro zahlen. Beamte, die in gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft leben, haben keinen Anspruch auf Familienzuschlag, Sonderurlaub oder Hinterbliebenenversorgung. Baden-Württemberg ist damit Schlusslicht, was die Gleichstellung von Homosexuellen angeht. via

Ich habe das erst mitbekommen, nachdem ich mir den Koalitionsvertrag der grün-roten Regierung zu Gemüte geführt habe. Der Vertrag ist übrigens ein sehr lesenswertes Dokument, dass man bisher nur schwer im Netz finden kann. (Deshalb hier der Link)

Cool, hier gibt es noch ein älteres Video von Extra3 passend zum Thema.

Sodom und Gommhorra im Ländle

29/03/2011 1 Kommentar

Nach der Wahl versinkt das Ländle im Chaos – und das schon nach zwei Tagen Grün-Roter Regierung. Zumindest wenn es nach diesem Artikel aus dem Spiegel geht:

Natürlich müssen alle Schulbücher überarbeitet werden, damit künftig auch die „Regenbogenfamilie“ ihren angemessenen Platz im Unterricht findet. Jugendlichen Gewalttätern begegnet der Staat nun mit „sozialem Lernen“ statt konservativer „Law-and-Order-Politik“, auf Drogenabhängige wartet die „Entkriminalisierung“, und wer sich als Ausländer illegal im Ländle aufhält, darf auf vielfältige Eingliederungshilfen statt Abschiebung hoffen, schließlich will Baden-Württemberg „Verantwortung für die weltweiten Flüchtlingsprobleme übernehmen“, wie es im 241 Seiten umfassenden Wahlprogramm der Grünen heißt. via

Ein kleines Filmchen dürfte als Antwort auf diesen getippten Dünnschiss genügen – sehet selbst:
http://www.dailymotion.com/swf/video/xa2kr7?theme=none&hideInfos=1

Showdown im Ländle – Frühlingserwachen

Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl am 27.03.2011 mit Vergleichsangaben von 2006
Land Baden-Württemberg (alle 70 Wahlkreise)

Gegenstand der Nachweisung 2011 2006 Veränderung
Anzahl % Anzahl % Anzahl %-Punkte

Wahlberechtigte 7.622.955 7.516.919 +106.036
Wähler(innen) / Wahlbeteiligung 5.049.157 66,2 4.012.441 53,4 +1.036.716 +12,8
Ungültige Stimmen 69.043 1,4 51.826 1,3 +17.217 +0,1
Gültige Stimmen 4.980.114 98,6 3.960.615 98,7 +1.019.499 -0,1
davon für

CDU 1.942.404 39,0 1.748.766 44,2 +193.638 -5,2
SPD 1.151.859 23,1 996.207 25,2 +155.652 -2,1
GRÜNE 1.205.508 24,2 462.889 11,7 +742.619 +12,5
FDP 262.520 5,3 421.994 10,7 -159.474 -5,4
DIE LINKE 139.606 2,8 121.753 3,1 +17.853 -0,3
REP 56.723 1,1 100.081 2,5 -43.358 -1,4
NPD 48.209 1,0 29.219 0,7 +18.990 +0,3
ödp 42.469 0,9 21.761 0,5 +20.708 +0,4
PBC 4.647 0,1 26.759 0,7 -22.112 -0,6
PIRATEN 103.392 2,1 × × +103.392 +2,1

via http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Landtagswahl_2011/Land.asp

Faszinierend übrigens, wie dicht die tatsächlichen Wahlergebnisse an den letzten Prognosen lagen:

Da sich die CDU seit längerer Zeit offen GEGEN den Koalitionspartner „Grüne“ ausspricht, ist in BW nun das passiert, was keiner für möglich hielt. Baden-Württemberg wird nun von Grün-Rot regiert. Ich muss zugeben, die Reihenfolge der Farben Grün-Rot ist etwas ungewöhnlich. Man hatte sich ja schon an die Reihenfolge Rot-Grün gewöhnt. Nach dieser Wahl muss definitiv umgedacht werden.
… Am Besten man schreibt und liest es noch einmal: Grün-Rot.

Heiner Geißler gab gestern Abend bei Anne Will einen treffenden Kommentar dazu ab:

Update:

Hier gibt es einige interessante Auswertungen, u.a. die folgenden.

Showdown im Ländle

24/03/2011 2 Kommentare

SPD und Grüne kommen in der am Donnerstag veröffentlichten Forsa-Erhebung für „Stern.de“ und RTL auf jeweils 24 Prozent. Damit bleibt offen, ob die Grünen zum ersten Mal einen Ministerpräsidenten stellen können. Die CDU von Ministerpräsident Stefan Mappus liegt bei 38 Prozent, die FDP muss mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag in ihrem Stammland bangen. Die Linke scheitert demnach mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde und bleibt außerparlamentarische Opposition. Allerdings haben Forsa zufolge mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten noch nicht entschieden, wie sie sich am Wahltag verhalten werden. via

Wow, die Bastion der CDU liegt „dank“ Fukushima und vermutlich auch Stuttgart21 in Trümmern. Nach der Wahl bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die Parteien sich an ihre Wahlversprechen erinnern. Ansonsten wird der Stuttgarter Wutbürger wohl wieder auf die Strasse müssen.
Fakt ist jedenfalls: Schlechter als Mappus, kanns nicht mehr kommen.

S21 jetzt mit archäologischen Ausgrabungen

Römischer Tempel an künftiger ICE-Trasse gefunden
Archäologen des baden-württembergischen Amtes für Denkmalpflege haben an der künftigen ICE-Trasse zwischen Ulm und Wendlingen ein römisches Heiligtum und einen spätkeltischen Gutshof entdeckt. via

Hach, was den S21-Arbeiten nicht alles in die Quere kommt! :-D Vermutlich hatten die Vorfahren der heutigen Parkschützer diese Siedlung damals mit Absicht erbaut. Ganz schön schlauer Trick!

Weihnachtsrubrik: Wer will alles Geld von mir Teil zwei

Wie hier bereits versprochen, folgt nun Teil zwei der „Wer will alles Geld von mir zur Weihnachtszeit“ Themaitik.

Am Sonntag war ich auf dem Weihnachtsmarkt, da waren mal wieder jede Menge Leute in deren Augen die Euros leuchteten. Allesamt schlichen herum, oder sassen z.B. auf Knien und alle wollten natürlich meine Kohle.

Gut dann fang ich mal an:

1. So ein Profibettler, der bereits VOR dem Weihnachtsmarkt seine Knie in den Schnee gerammt hatte.
2. Beim Betreten des Weihhnachtsmarktes konnte man eine freiwillige Spende für den Weihnachtsmarkt in ein Kässchen werfen.
3. Der Lions Club wollte Kohle. Hat diese elitäre Vereinigung überhaupt Kohle nötig???
4. Bettelnde Soldaten konnte ich gerade noch so ausweichen. Die wollten Geld für irgendwelche Afghanistankriegsgräber…. vermutlich.
5. Ein Kindergarten bei dem man Kuchen als Gegenleistung erhielt. Äh, bitte??? Ja das habe ich auch gedacht.

RESPEKT!!! Da habe sogar ich ein paar Münzen locker gemacht!

Auf so eine Geschäftsidee muss man erst einmal kommen!!!!!
Da können sich die anderen aber eine dicke Scheibe von abschneiden!!!

6. Auf dem Heimweg sass wieder der Profibettler an der Strasse.

Baden Württemberger haben die höchste Lebenserwartung

Ja, ihr wisst ich bin Schwabe und das ist auch gut so. Aus diesem Grund darf diese Studie in meiner Sammlung nicht fehlen:

Die Lebenserwartung der Deutschen

Badener und Schwaben können sich freuen: In Baden-Württemberg Geborene haben die höchste Lebenserwartung in Deutschland. In Sachsen-Anhalt und im Saarland ist das Leben dagegen etwas endlicher. via

Ich vermute ja, dass es an der gesunden schwäbischen Küche liegt. Spätzle und so.

Nix Halloween – Rübengeistern!!

Einer der absolut wenigen Punkte bei denen ich dieselbe Meinung wie die Junge Union habe: Halloween braucht kein Mensch. Wir haben was Besseres: Den Rübengeist.

Unter dem Begriff Rübengeistern versammelt sich eine Gruppe von Bräuchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die v.a. rund um Allerheiligen hauptsächlich von Kindern auf dem Land ausgeübt werden. Wichtigster Bestandteil dieser Bräuche ist das Aushöhlen von Futter- oder Zuckerrüben, welchen anschließend ein lustiges oder schauriges Gesicht geschnitzt wird. Anders als bei Halloween verkleiden sich die Kinder beim Umherziehen mit den Rübengeistern nicht. Je nach Brauch ziehen die Kinder in einem Umzug durch die Orte oder stellen die Rüben ins Fenster oder den Vorgarten von Nachbarn und Bekannten, wobei oft Gaben erheischt werden. via

Kategorien:Menschen, Schwaben

Die sparsamen Schwaben? Von wegen

Die FTD hat eine Infographik veröffentlicht auf der zu sehen ist, welches Bundesland wieviel spart. Die Schwaben sind dabei nur auf Platz vier, also nicht wie vermutet auf Platz eins :-D

via

Eher links, gebildet und mehrheitlich zwischen 40 und 54

30/10/2010 1 Kommentar

Eher links, gebildet und mehrheitlich zwischen 40 und 54: Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung hat Fragebögen bei den Protesten in Stuttgart verteilt und legt nun die erste Studie über die „Stuttgart 21“-Gegner vor. via

Na das ist doch mal eine coole Umfrage. Ich hätte das nicht gedacht, v.a. den Altersschnitt hätte ich jünger geschätzt.

Die Privatisierung der Wasserversorgung

Aus der Beschreibung des Dokumentarfilms „Water makes Money“:

Die Wasserversorgung ist weltweit noch zu mehr als 80% in öffentlicher Hand. Doch überall, wo finanziell klamme Kommunen nach Entlastung suchen, klopfen die weltgrößten Wasserkonzerne Veolia und Suez an die Tür. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat allein Veolia es geschafft, nach eigenen Angaben in 450 deutschen Städten die Wasserversorgung zu übernehmen oder an ihr beteiligt zu werden. Mittlerweile ist der französische Konzern incl. seiner Beteiligungen im Trink- und Abwasserbereich etwa gleichauf mit Gelsenwasser der größte Versorger in Deutschland. Ähnliche Expansionserfolge sind in Polen, den Baltischen Republiken, Lettland, Estland, Litauen, der Tschechische Republik, der Slowakei, Rumänien, Italien, Spanien, den USA und nun auch in China zu verzeichnen, wo Veolia laufend die Unterschrift neuer Verträge verkündet. Wenn in Kalifornien Wasserknappheit droht, empfängt Schwarzenegger Veolias Vorstandsvorsitzender Henri Proglio. Derselbe ist auch für Chinas Präsident die erste Adresse, wenn das aufstrebende Land ein 100 Mrd.$ Programm zur Erneuerung der Abwasserversorgung auflegt………… Bereits in mindestens 69 Ländern auf allen fünf Kontinenten sind Veolia und Suez präsent – ist das der unaufhaltsame Aufstieg zweier Wassergiganten zur weltweiten Hegemonialmacht einer privatisierten Wasserversorgung? via

Ein aktueller Artikel der Telepolis beschreibt die Details ausführlich. Für die die keine Zeit und Lust haben, das nachzulesen, fasse ich kurz zusammen:

Korruption und Lobbyarbeit en gros.

Als kleiner Lichtblick, möchte ich noch aus dem Artikel den Absatz „Widerstand“ zitieren:

Wenn man den Film gesehen hat, weiß man aber auch, dass es Hoffnung gibt – weil es Widerstand gibt. Paris hat mittlerweile seine Wasserversorgung wieder in kommunale Regie überführt, ein herber Schlag für beide Wasserriesen. Stuttgart hat ebenfalls per Bürgerbegehren die Wasserversorgung wieder in kommunale Hände genommen (in diesem Fall aus denen der EnBW).

Ergänzung: In Berlin steht eine Bürgerinitiative knapp davor, die benötigten 172.000 Unterschriften zu sammeln, die ein Bürgerbegehren zur Offenlegung von Geheimverträgen des Berliner Senats mit Veolia und RWE erzwingen würden. Die Zeit drängt, am 26.10. müssen die Unterschriften der Landeswahlleiterin vorliegen.

Stuttgart sucht Sicherheitsmitarbeiter – 1 Jahr befristet

Gerade beim Zeitung lesen entdeckt:

Kurzbeschreibung

Titel: Sicherheitsmitarbeiter/in Arbeitsort: Stuttgart

Beschreibung:
Der Pond Security Service sucht motivierte Arbeitnehmer, die den Beruf zum Wach- u. Sicherheitsfachmann/-frau erlernen möchten. Es sind 10 Stellen zu besetzen. Ihr Aufgabenbereich: – Fahrzeugkontrolle – Personenkontrolle – Personenschutz
Die Einstellung kann nur erfolgen, wenn kein Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis vorliegt, Ihr Geburtsort in einem Nato-Land liegt, Sie mindestens 1 Jahr in Deutschland gemeldet sind und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift vorliegen. Wünschenswert ist der Unterrichtungsnachweis der IHK (§ 34a GewO) (Bewachung) sowie die Sachkundeprüfung nach § 7 Waffengesetz. Für Bewerber ohne Unterrichtungsnachweis der IHK (§ 34a GewO) (Bewachung) bzw.die Sachkundeprüfung nach § 7 Waffengesetz besteht die Möglichkeit, diese Lizenzen zu erwerben. Vor Einstellung erfolgt eine 3-wöchige intensive Schulung in Freigericht (bei Frankfurt/M.). Die Schulungsgebühren, Kosten für Übernachtung und Verpflegung übernimmt der Arbeitgeber, jedoch wird für diese 3 Wochen kein Gehalt bezahlt. Eine Einstellung erfolgt erst nach bestandener Abschlussprüfung. Bewerbungen bitte an: Pond Security Service GmbH Frau Burgdorf Liebengrabenweg 11 92224 Amberg oder per Mail: bewerbung@pond-security.com – Geforderte Anlagen: übliche Unterlagen mit Lebenslauf, polizeiliches Führungszeugnis (kann evtl. auch nachgereicht werden)

Benötigte Sprachen: englisch-Erweiterte Kenntnisse
Anfangsdatum: 12/10/2010
Enddatum: 11/10/2011

Geografische Angaben
Land: Deutschland Region:
Bezahlung
Minimalgehalt: übertariflich momentan 9,90€/Std
Währung: Euro
Lohnsteuer: Brutto
Bezugszeitraum: monatlich
Vertragsart: befristet Arbeitsplatz (Vollzeit) via

Für welchen Zweck diese Mitarbeiter wohl benötigt werden? ;-)

Stuttgart21 Demonstrant bleibt blind

Stuttgart. Die Lider sind zerrissen, der Augenboden des Auges gebrochen, die Netzhaut eingerissen, die Linsen zerstört – ein 66 Jahre alter Rentner, der gegen Stuttgart 21 protestiert hatte, bleibt auf einem Auge blind. Er wurde bei der gewaltsamen Räumung des Schlossgartens durch einen Wasserwerfer verletzt. Die Polizei setzte damals Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke ein. via

Da geht es momentan immer härter zur Sache. Wir durften beim letzten mal nicht mehr an der Stuttgarter Staatsoper vorbeilaufen, da dort eine Blockade der Polizei errichtet wurde. Die dortige Polizei, aber auch die Demonstranten bestehen mittlerweile aus einer bunten Truppe aus allen Bundesländern. Werde demnächst mal wieder vorbei schauen. die Mahnwache am Bahnhof musste jetzt leider auch geräumt werden.

Deutsches Spiessbürgertum: Heute – Sträucher zurückschneiden

Ihr fragt Euch sicherlich immer mal wieder: „Wie kommt dieser drecks Nachbar denn immer wieder an diese nervigen Vorschriften? Geht der Hobbymäßig zum Anwalt oder liest er sich ganz nebenbei die Gesetzestexte durch?“
Nö, die Antwort ist recht einfach: Der Nachbar liest vermutlich die „Schwäbische Post„:

Stadt mahnt: Sträucher zurückschneiden

So viel Platz müssen Autos haben.

Bäume, Sträucher und sonstige Anpflanzungen auf Grundstücken dürfen die Sicherheit des Straßenverkehrs nicht behindern. So können zum Beispiel keine ausreichenden Sichtverhältnisse mehr bestehen und sich Verletzungsgefahren für Fußgänger sowie Beschädigungen an Fahrzeugen ergeben. Ebenso können Verkehrszeichen verdeckt werden. Die Stadtverwaltung möchte auf diesem Wege wieder einmal darauf hinweisen, dass nach den bundes- und landesgesetzlichen Bestimmungen die Eigentümer und Besitzer von Bäumen, Sträuchern und Hecken an öffentlichen Straßen und Wegen verpflichtet sind, diese Anpflanzungen so zurückzuschneiden, dass die Sicherheit des Straßenverkehrs nicht beeinträchtigt ist.

Um derartige Beeinträchtigungen zu vermeiden, muss bei öffentlichen Verkehrsflächen der Luftraum über den Fahrbahnen mindestens bis 4,50 Meter, über Geh- und Radwegen bis mindestens 2,50 Meter Höhe von überhängenden Ästen und Zweigen freigehalten werden. Der Bewuchs ist entlang der Gehwege bis zur Gehweghinterkante zurückzuschneiden. Bei Fahrbahnen ist ein seitlicher Sicherheitsraum von mindestens 0,75 Meter einzuhalten. Sofern ein Bordstein vorhanden ist, kann der Sicherheitsabstand vom Fahrbahnrand auf 0,50 Meter reduziert werden. Bei Radwegen beträgt der seitliche Sicherheitsabstand 0,25 Meter. Gleichzeitig sind Bäume auf ihren Zustand, insbesondere auf Standsicherheit, zu untersuchen und dürres Geäst beziehungsweise dürre Bäume ganz zu entfernen.

An Straßeneinmündungen und -kreuzungen müssen Hecken, Sträucher und andere Anpflanzungen stets so niedrig gehalten werden, dass eine ausreichende Übersicht für die Kraftfahrer gewährleistet ist. Diese Anpflanzungen dürfen im allgemeinen nicht höher als 0,80 Meter sein. Betroffene Grundstücksbesitzer werden hiermit aufgefordert, dieser Verpflichtung nachzukommen. Bei Unfällen oder Beschädigungen an Fahrzeugen kann der Besitzer von Bäumen und sonstigen Anpflanzungen, die nicht auf das notwendige Maß zurückgeschnitten sind, ersatzpflichtig gemacht werden, wobei es unter Umständen bei Körperverletzung zu strafrechtlichen Folgen kommen kann. via

Mich faszinieren solche Berichte! Wirklich.

Übrigens werde ich ab diesem Post die Kommentarfunktion für dieses Blog aktivieren.

Initiative Pro Atom – Warum nicht mal ein Endlager in Süddeutschland?

29/09/2010 2 Kommentare

Neues Atommüll Endlager in Riedlingen geplant – Welche Punkte sprechen für eine Endlagerlösung in Riedlingen – ein Standpunkt:

1. Die geographische Lage – Das schöne Riedlingen liegt am Ufer des Donaustrandes im dünn besiedelten Landkreis Biberach umgeben von den Albausläufern, wie z.B. der ganz bewaldete Teutschbuch (734 m) und der Österberg (652 m), oder gar dem Bussen. Die betroffene Anzahl an Menschen in dieser kargen Gegend wäre also verschwindend gering.

2. Einwohnerentwicklung – Die Einwohnerzahl ist momentan rückläufig. Vermutlich wird die Einwohnerentwicklung in den nächsten drei Jahren stärker absinken. Ein Atomendlager vor Ort könnte diesen unaufhaltbaren Prozess beschleunigen.

3. Kultur und Sehenswürdigkeiten – Riedlingen hat ausser dem einmal im Jahr stattfindenden großen Flohmarkt, der anschliessenden Party auf der Donauinsel und dem Steakhouse kaum kulturelle Highlights zu bieten. Diese Einrichtungen/Veranstaltungen lassen sich problemlos, verbunden mit einem geringem Kostenaufwand, auch in andere Städte verlegen. Auch hier wird deutlich: Endlager Riedlingen 2011 – Wir haben die Lösung!

Die Reaktion der Anwohner wurde in folgendem historischen Zeitgeschichtsdokument für spätere Generationen festgehalten:
Hier ist die Doku.

NPD zieht um

(TUTTLINGEN/här) Die NPD hat ihre Pläne weiter vorangetrieben, ihre Landesgeschäftsstelle in der Tuttlinger Innenstadt anzusiedeln. Das hat Jürgen Schützinger, der Landesvorsitzende, am Montag auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. via

Das künftige Gebäude soll wohl über eine „Schenkung“ an die klamme NPD übertragen werden. Um welches Objekt es dabei jedoch geht wird bisher nicht veröffentlicht. Wer etwas dagegen unternehmen möchte, dem sei diese Seite ans Herz gelegt:

Diese Unterschriftenaktion richtet sich gegen die Einrichtung einer Geschäftsstelle des Landesverbandes der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) in Tuttlingen. Die Unterzeichner bekennen sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung gemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. via

Widerstand in der spiessigen, schwäbischen Nachbarschaft

26 Prozent der Baden-Württemberger, die mit ihren Nachbarn über Kreuz liegen, nannten falsch geparkte Autos und anderen Zwist um das „Heilix Blechle“ als Ursache; in ganz Deutschland waren das nur 13 Prozent. Allenfalls in Bayern (24 Prozent) ist das Auto ähnlich konfliktträchtig. via

HA, da haben wir’s schwarz auf weiß. Falsch geparkte Autos bringen die schwäbischen Nachbarn zum Kochen. Ich pflege ja seit längerem eine Taktik, die ich „revolutionäres Schrägparken“ nenne. Dabei stelle ich mein Auto nicht exakt linear zum Bordsteinrand, sondern fahre leicht schräg in die Parklücke. Die StVo sagt dazu nur „es ist platzsparend zu parken“. In den Augen der strassenkehrenden älteren Semester ist dies Blasphemie im höchsten Maße. Man merkt förmlich wie ein leicht schräg geparktes Auto die spiessigen Anwohner aus der Fassung und diese zum Kochen bringt. Jeden Tag ein Bisschen mehr.

Ich brauche auch nicht zu erwähnen, dass dieses unglaublich extreme und brutale Vorgehen nur gegen sehr schwierige Nachbarn und als eines der letzten Druckmittel überhaupt einzusetzen ist.