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Archive for the ‘Qualitätsjournalismus’ Category

Scientology’s „Geheimdienst“ OSA

11/06/2012 1 Kommentar

So Leute, jetzt gibt’s mal was kleines, nettes, schnuckliges zur „Church“ of Scientology. Anlässlich einer kürzlich gesehenen Arte-Doku will ich über diesen Kanal Hintergrundwissen zu den „hochstudierten“ „Wissenschaftlern“ verbreiten. Man kann von „Kirchen“ halten, was man will, wo jedoch Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. (Meine Tastatur hat bald keine Anführungszeichen mehr zur Verfügung, so viel Zweideutigkeit liegt hier zwischen den Zeilen)
Doch macht euch am Besten selbst ein Bild davon:

1. Was ist Scientology?

Ihr könnt auch auf die Homepage von Scientology gehen und Euch dort informieren den Link habe ich oben beigefügt. Alternativ dazu gibt es eine köstliche Folge von Southpark, auf die ich hier noch verweisen möchte: http://youtu.be/T7EEOMbBIO8

2. Arte-Reportage: OSA – Der Scientology Geheimdienst

3. Die Überwachung von Tiziano Lugli in Eigenregie dokumentiert:

Anlässlich des Gesehenen komme ich zu meinem persönlichen Fazit: BALLABALLA².

Christopher Lauer enttarnt

Fast jede neue Woche hört man von neuen Aktionen und Hacks der „Internet-Gruppierung“ Anonymous. Seit nunmehr fast vier Jahren rätselt die ganze Welt wer hinter Anonymous steckt.

Jetzt ist ein vernichtendes Beweisefoto ans Tageslicht gekommen – welches Christopher Lauer (Abgeordneter der Piratenpartei im Berliner Landtag) eindeutig als Kopf hinter Anonymous identifiziert:

Zugriff!

Die CDU und das Internet

Aus aktuellem Anlass bashe ich jetzt hald auch mal mit. Ein Hoch auf die Google Suchhilfe, die einmal mehr die häufigsten Suchkombinationen/Ergebnisse widergibt:

RTL Exclusiv und die GamesCom – Ein Lehrfilm

Unglaublich, es gibt doch tatsächlich Leute, die nicht auf das aktuelle moderne Styling achten?! Es gibt Leute, für die Zocken wichtiger als Styling ist!? Zum Glück gibt es RTL EXCLUSIV. Folgender Report klärt uns lehrfilmmäßig über diese traurigen, ja verlorenen Seelen auf.

Die Autobahnmaut für Niederländer und Polen muss her!

Der Preis für die dümmste, plakativste Begründung einer Autobahn-Maut geht an: Peter Bleser

Das erste hochrangige Mitglied der Regierungskoalition macht sich für die Pkw-Maut stark. „Die Autofahrer aus dem Ausland, die unser Straßennetz nutzen, müssen auch an der Finanzierung desselben beteiligt werden. Ich plädiere für eine Pkw-Maut-Vignette wie in Österreich. Dort besteht auf allen Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignettenpflicht“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Peter Bleser (CDU), der „Welt am Sonntag“. Das bedeutet, dass künftig beispielsweise Niederländer oder Polen auf Autobahnen zahlen müssten. via

Seine Rhetorik ist derart gewitzt und hinterlistig, dass es selbst dem geübten Leser kaum auffallen dürfte: Die Bezahlung der Autobahn-Maut dürfte wohl nicht nur ausländische Autofahrer treffen! ;-) DAS liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger ist Stammtischpolitik vom Feinsten.

Ein interessantes Detail, findet man bei der Begriffsbeschreibung zum Thema Maut auf der Wikipedia:

Maut ist ein aus dem Gotischen mota (Zoll) abgeleiteter Begriff für Zoll (Abgabe) im Sinne eines Wegzolls. Der Begriff beschreibt eine Gebühr für die Nutzung von Bauwerken, wie Straßen, Brücken, Autobahnen und Tunneln. Bereits im 11. Jahrhundert war der Wegzoll in Europa verbreitet. Er wurde deshalb eingeführt, weil die Finanzierung von Straßen zunehmend auf Schwierigkeiten stieß. Mit der Zahlung der Maut sollten die Reisenden (Nutzer) an der Finanzierung, für welche die Anwohner in Vorlage gingen, beteiligt werden. via

Willkommen im Europa des 21.ten Jahrhunderts.

Übrigens bin ich persönlich für eine Vignette, sofern dann Projekte, wie z.B. die Privatisierung bestimmter Straßenabschnitte auf Eis gelegt werden. Ausserdem sollte eine Vignette nicht nach dem LKW-Desaster Vorbild, sondern nach dem österreichischen Prinzip eingeführt werden. Achja und die Klos auf den Autobahnparkplätzen sollten nach französischem Vorbild dann auch kostenlos sein. (Wer zahlt schon gut ein Euro für einmal Pinkeln?) Da wäre mir eine Senkung der KFZ Steuer auch egal… STEUERSENKUNG? Das war doch die FDP und nicht die CDU? Es grüßt das Sommerloch.

Hochzeit der deutschen und der amerikanischen Börse

17/02/2011 1 Kommentar

Ein Moloch entsteht: Die Deutsche Börse und die NYSE besiegeln ihre Ehe zur größten Aktien-, Derivate- und Optionsbörse der Welt. Wer darin am Ende das Sagen hat, bleibt offen – und unwichtig. Fest steht: Der Riese wird den globalen Handel beherrschen. via

Also, die deutsche und die amerikanische Börse fusionieren. Da die amerikanische Börse eigentlich immer für das Herz des Kapitalismus stand und deshalb auch klar in Amerika angesiedelt war, macht man sich nun doch Gedanken darüber, wie es zu so einer Fusion kommen kann und welche Auswirkungen ein solches Handeln haben könnte…

Um es in „Spiegel Worten“ zu sagen:

Fest steht: Wir hatten eine Wirtschaftskrise, deren Hauptursache in Amerika liegt.
Fest steht: Der chinesische Renminbi setzt den Dollar weiter unter Druck.
Fest steht: Das quantitative Easing der Fed (und auch der EU) zeigt seine Auswirkungen.

Deutschland steht weiterhin zu Amerika und damit dem Dollar als Leitwährung. Aus deutscher Sicht ist nun die eigentliche Frage, welchen Nutzen Deutschland aus dieser Handlung haben könnte. Im Endeffekt müssen sich die „Entscheider“ gedacht haben: „Wir entscheiden uns lieber für den klassischen, bekannten Amerikaner, als den unberechenbaren, unbekannten Chinesen.“ Oder: „Never change a running system.“ Wobei das System ja eigentlich gar nicht mehr so sauber läuft?!

Doch was ist eigentlich die Aufgabe einer Börse? Wikipedia schreibt Folgendes:

Eine Börse dient der zeitlichen und örtlichen Konzentration des Handels von fungiblen Gütern unter beaufsichtigter Preisbildung. Ziele sind eine gesteigerte Markttransparenz für Wertpapiere, die Steigerung der Effizienz und der Marktliquidität, die Verringerung der Transaktionskosten sowie der Schutz vor Manipulationen.
via

Ähm. Die amerikanische Börsenaufsicht hat doch kläglich versagt, was uns ja eigentlich in die Finanzkrise gestürzt hat? Aber naja. Nun ist ja alles anders. Nun muss die amerikanische und die deutsche Börsenaufsicht zusammenarbeiten. Da bin ich mal gespannt, ob nun alles noch „transparenter“ und „einfacher“ wird. Ich vermute viel mehr, dass die Fusion eher das Gegenteil bewirkt: Intransparenz und Manipulationsmöglichkeiten und zwar diesmal in noch größerem Ausmaß!

Naja lassen wir das. Jetzt zählen wir mal eins und eins zusammen. Was kommt dabei heraus, wenn zwei der weltweit größten Marktplätze für „fungible Güter“ (=leicht austauschbare Güter) zusammenarbeiten, oder sich gar zusammenschliessen?
Richtiiiiiig. Eine Kartell zwischen Unternehmen bzw. Staaten. Einen exakten Begriff dazu kann ich leider nicht bieten, da ich die Börse momentan nicht richtig zuordnen kann… Ist eine Börse ein privates oder ein staatliches Unternehmen? Der Frage gehe ich demnächst mal nach.

Twitter und „Kacken“

Ach heute gibts so coole Sachen… Hab immernoch Tränen in den Augen. Aktuelle Kackdaten gibt es auf Twitter.

Initiative Pro Atom – Warum nicht mal ein Endlager in Süddeutschland?

29/09/2010 2 Kommentare

Neues Atommüll Endlager in Riedlingen geplant – Welche Punkte sprechen für eine Endlagerlösung in Riedlingen – ein Standpunkt:

1. Die geographische Lage – Das schöne Riedlingen liegt am Ufer des Donaustrandes im dünn besiedelten Landkreis Biberach umgeben von den Albausläufern, wie z.B. der ganz bewaldete Teutschbuch (734 m) und der Österberg (652 m), oder gar dem Bussen. Die betroffene Anzahl an Menschen in dieser kargen Gegend wäre also verschwindend gering.

2. Einwohnerentwicklung – Die Einwohnerzahl ist momentan rückläufig. Vermutlich wird die Einwohnerentwicklung in den nächsten drei Jahren stärker absinken. Ein Atomendlager vor Ort könnte diesen unaufhaltbaren Prozess beschleunigen.

3. Kultur und Sehenswürdigkeiten – Riedlingen hat ausser dem einmal im Jahr stattfindenden großen Flohmarkt, der anschliessenden Party auf der Donauinsel und dem Steakhouse kaum kulturelle Highlights zu bieten. Diese Einrichtungen/Veranstaltungen lassen sich problemlos, verbunden mit einem geringem Kostenaufwand, auch in andere Städte verlegen. Auch hier wird deutlich: Endlager Riedlingen 2011 – Wir haben die Lösung!

Die Reaktion der Anwohner wurde in folgendem historischen Zeitgeschichtsdokument für spätere Generationen festgehalten:
Hier ist die Doku.

Vermeintlicher Privatsphäreschutz durch einseitige Berichterstattung

Diesen Artikel poste ich hier vorsichtshalber mal komplett, falls dieser gelöscht werden sollte. Der Zeitungsartikel bezieht sich auf dieselbe Thematik, die ich hier bereits beschrieben habe:

Meerbusch (dpa-infocom) – Wer sich einen Computer teilt, will die Partner nicht automatisch an seinen Netzaktivitäten teilhaben lassen. Für diejenigen, die ihre Exkursionen durchs Netz geheim halten wollen, bietet der Firefox-Browser den Privatmodus an.

Wer den Privatmodus aktiviert, kann im Web surfen, ohne Spuren auf dem eigenen Rechner zu hinterlassen. Es werden dann keine Cookies angelegt und auch die angesteuerten Webadressen nicht aufgezeichnet. Wenn allerdings jemand vergisst, rechtzeitig den Privatmodus einzuschalten, gibt es auf der Festplatte jede Menge digitaler Spuren, die Rückschlüsse auf die Surftour zulassen. Aber selbst das ist halb so wild, denn zumindest die Surfspuren der letzten Stunden lassen sich in Firefox ganz leicht beseitigen.

Dazu im Firefox-Browser den Befehl «Extras | Neues Chronik löschen» aufrufen, alternativ die Tastenkombination [Strg][Umschalten][Entf] drücken. Im darauf folgenden Fenster lässt sich der Löschzeitraum festlegen – auf die vergangene Stunde, die letzten beiden Stunden, die letzten vier Stunden oder gleich den ganzen Tag. Im Detailbereich festgelegen, was genau rausfliegen soll, etwa Cookies, Cache-Inhalte und gespeicherte Anmeldedaten («Aktive Logins»). Nach einem Klick auf «Jetzt löschen» sind die unerwünschten Surfspuren verschwunden. via

Dieser Text beinhaltet mehrere Falschinformationen und sollte in der Form nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein 0815-Anwender, der diesen Text liest und sich darauf verlässt, fühlt sich durch die Aktivierung des Privatmodus in einer vordergründig sicheren Umgebung.

Wer sich für die Hintergründe interessiert, sollte sich diesen Bericht zu einer Studie der Stanford Universität zu diesem Thema durchlesen, der zu folgendem Fazit kommt:

Browser-Hersteller und die Entwickler von Browser-Erweiterungen müssen einiges tun, damit der Privat-Modus seinen Namen zurecht trägt. Im Moment ist er kaum mehr als ein Feigenblatt, das technisch versierte Spione nicht aufhalten kann. Bis es soweit ist empfehlen wir für private Touren durchs Netz Google Chrome. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass auch dieser Browser im Privat-Modus heruntergeladene Dateien und Lesezeichen auf der Festplatte speichert und vermeiden Sie es, Erweiterungen für den Privat-Modus zu aktivieren. via

Qualitätsjournalismus – Die Ideologie einer drogenfreien Gesellschaft

Der ersten Lüge über Drogen begegnen wir bei Adam und Eva, denen der Herr des Paradieses droht, dass sie sterben müssten, wenn sie die Früchte vom Baum der Erkenntnis äßen. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Der Genuss der verbotenen Frucht erweitert ihr Bewusstsein, sie werden sich ihrer selbst und ihrer Körperlichkeit bewusst. Erst mit der Übertretung des Verbots also, mit der Entlarvung der Drogenlüge, werden die Menschen überhaupt zu Menschen. Die jüdisch-christliche Mythologie hat dieses Ereignis seit jeher als „Sündenfall“ interpretiert und aus dieser „Erbsünde“ zwei große Tabus abgeleitet: das Tabu des Körpers und der Sexualität sowie das Tabu des Bewusstseins und seiner Erweiterung durch „Pflanzen der Götter“. via

WOW! Den ganzen Artikel der Telepolis unbedingt lesen. DAS nenne ich mal Qualitätsjournalismus.

Zitat des Jahres

Jede Kindergärtnerin trägt mehr Verantwortung als ein Investmentbanker, von denen es wiederum im Gegensatz zu Kindergärtnerinnen zu viele und zu teure gibt. An diesem perversen Ungleichgewicht hat die Krise nichts geändert. via

Respekt an den Autor, vor allem wenn man bedenkt aus welcher Quelle diese beiden Sätze stammen.

Stichwort Lobby – Zeitungen und Ihre Gesinnung

Das Unsere Politik extrem stark durch Lobbyismus geprägt wird sieht man aktuell an den AKW-Laufzeiten Verträgen. Unsere Medien berichten teilweise recht unterschiedlich über dieses Thema. Ein Blick auf die Suchergebnisse nach dem Stichwort „Lobby“ gewährt grobe Einblicke zur Positionierung bestimmter Zeitungen gegenüber diesem scheinbar doch heissen Thema.

Wie gesagt, diese Auswertung zeigt nur Tendenzen, ohne wirklich auf die Artikel einzugehen.

Das Ergebnis interpretiere ich folgendermaßen:
Eine große Anzahl an Suchergebnissen verdeutlicht den kritischen Umgang mit diesem Thema. Erhalte ich eine geringe Zahl an Suchergebnissen, gehe ich daovn aus, dass dieses Thema eher ein Tabuthema in der jeweiligen Zeitungsredaktion ist.

Hier die Ergebnisse Stand: 10.09.2010

Focus – Suchtreffer für „lobby“ 2210
Süddeutsche – 1691 Suchergebnisse für lobby
FAZ – 933 Suchergebnisse in FAZ.NET
BZ – Suchergebnisse 322
FTD – Ihre Suchanfrage ergab 308 Treffer
Bild :-) – 291 Treffer Ihrer Suche nach „LOBBY“
NTV – Meinten Sie: lobbr?? – Typen: * Meldung(380)
Ria Novosti – Suchergebnisse: 122articles

Eine Tendenz lässt sich ja dann doch erkennen, oder etwa nicht? ;-)
Übrigens auch recht interessant:

CDU – 0 Treffer
FDP – 2 Treffer
SPD – 63 Treffer
Grüne – 70 Treffer
Linke – 25 Treffer

„Cooking with cum“

Trotz dieser wundervollen Eigenschaften werde Sperma als Zutat bisher in Küchen vernachlässigt, wundert sich Photenhauer und verspricht: Experimentierfreudige Hobbyköche, die ihre ersten Bedenken überwunden haben, werden überrascht sein, wie großartig die Sperma-Speisen schmecken würden. via

Okay, auch das nehme ich zur Kenntnis.

Krisenpropheten in der Krise?

Die Finanzkrise hat allerlei Weltschwarzseher zu Popstars werden lassen. Obwohl etliche prophezeite Desaster ausblieben, wie die L-Krise. Die Frage ist, was das dröhnende Dauerabsturzwarnen wirklich nutzt. von Thomas Fricke
(…) Vielleicht würde es schon helfen, wenn Prognostiker nach zwei uneingetretenen Krisen einfach mal ein Jahr mit Prognosen aussetzen müssten. Oder wenn Krisenpropheten nur dann Krisen vorhersagen dürfen, wenn sie nachgewiesen auch schon mal einen Aufschwung richtig erkannt haben. Das ließe sich sicher wunderbar über ein Gütesiegel für Auguren regeln. (…) via

Ist zwar nur eine Kolumne, die man mit einem zwinkernden Auge lesen sollte, aber es steckt viel Wahres darin. Natürlich läuft nicht alles einwandfrei in Unserer Gesellschaft, keine Frage. Sich jedoch den ganzen Tag nur mit Krisen zu befassen, gegen die man ja doch nicht wirklich etwas als Einzelperson unternehmen kann, bringt einen auch nicht weiter. Viele dieser Propheten prognostizieren schon seit Längerem den globalen Crash und was weiss ich noch alles.

Fakt ist jedoch, das wir alle noch immer unser Leben leben können.

Russland: Das Land der Yetis und UFO’s

KEMEROWO, 02. September (RIA Novosti).

Russische Forscher reisen Ende September nach Bergschorien, eine in Südsibirien liegende Bergregion, um nach Schneemenschen und Ufos zu suchen. Das teilte die Verwaltung des Gebiets Kemerowo am Donnerstag mit. (…)
Der Moskauer Historiker und Hominologe Igor Burzew, der zu den führenden Yeti-Forschern in Russland zählt, sieht hingegen nichts Überraschendes an den zahlreichen Yeti-Meldungen aus Südsibirien: Bergschorien gelte seit langem als Vermehrungsregion von Schneemenschen. (…)

Sogar Ria Novosti merkt an, dass es sich lt. Experten evtl. um eine Werbe-/Touristen PR Aktion handeln könnte. Ich teile diese Meinung, da ich ansonsten keine andere Begründung sehe, warum sich gerade in Russland solche Meldungen in letzter Zeit häufen. Dies sieht man auch z.B. an den weiterführenden Links des Artikels:

mehr zum Thema
* Bischof sucht in Sibirien nach Yeti
* Churchill verbot Informationen über UFOs
* UFO blockiert chinesischen Flughafen
* Viel Ufo-verdächtiges, aber keine Aliens bei ISS-Einsatz

Auf jeden Fall sorgen solche Nachrichten für ein kleinwenig Erheiterung am frühen Morgen.

Nach der Krise ist vor der Krise

Nachdem man sich beim der G-20-Gipfel nicht auf die Maßnahme einigen konnte, war eigentlich klar, dass sich Brüssel davon distanzieren dürfte. Alles deutet nun darauf hin, dass Brüssel die Steuer kippen will. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass über sie eben nicht viel Geld in die EU-Kassen gespült werden, wie inzwischen auch schon gefordert wurde. Offiziell hat die EU-Kommission schon bestätigt, dass sie erhebliche Vorbehalte gegen das Instrument hat. via

In Amerika blockierte die Wall Street, in Europa ist es eben die EU-Kommission. Hier sieht man mal wieder wie Politik gemacht wird. Herr Schäuble verspricht allen BundesBürgern die Finanzmarktsteuer (was den Durchschnittsbürger natürlich zufriedenstellt, ist ja primär nicht sein eigenes Geld und hey, wer aus eurem persönlichen Umfeld ist nicht gegen eine Steuer auf dem Finanzmarkt?).
Die EU blockt das dann einige Wochen später und alle stehen gut da. In den Medien wird dazu kaum noch darüber berichtet und somit glaubt jeder Normalbürger, dass Hr. Schäuble seine Forderungen, die ja in der breiten Bevölkerung sehr gut ankamen, umgesetzt hat.
Man müsste mal eine Umfrage zu diesem Thema starten.

Putin hilft Forschern beim Graben

Krank rein, krank raus.

Besonders gefürchtet sind Bakterien wie der „Staphylococcus aureus“ (MRSA), der gegen das Antibiotikum Methicillin resistent und auch mit anderen Wirkstoffen nur schwer zu bekämpfen ist. Doch es muss nicht immer gleich dieser Killer sein. Laut Klaus-Dieter Zastrow von der DGKH machen mulitresistente Erreger nicht die Masse der Krankenhausinfektionen aus, sondern andere Keime, die etwa Blutvergiftungen und Wundinfektionen auslösen können. „Ihnen ist nur durch viel bessere Hygiene beizukommen“, sagt er. Etwa ein Drittel der Infektionen wäre Untersuchungen zufolge vermeidbar. (…) Wie mulitresistente Krankenhauskeime wie MRSA erfolgreich bekämpft werden können, zeigt ein Blick in die Niederlande. Dort hat eine nationale Präventionsstrategie dafür gesorgt, dass Infektionen mit dem gefährlichen Erreger deutlich zurückgegangen sind. (…)via

In diesem Stern Artikel geht es m.E. nur um eins: Mobilisierung einer national einheitlichen Präventationsstrategie. Wie die Niederländer gegen diese Erreger vorgegangen sind wird komplett ausgeblendet. Da meine Bekannte täglich mit solchen Patienten zu tun hat, habe ich zu diesem Thema etwas mehr Hintergrundwissen. Die Holländer verzichten einerseits auf den unüberlegten Einsatz von Antibiotika. Wir Deutschen bekommen/wollen ja wegen jeder kleinen Erkältung schon Antibiotika verabreicht bekommen. Ein weiterer entscheidender Faktor den die Niederländer berücksichtigen, ist die Reduzierung von agressiven Desinfektionsmitteln und dafür den verstärkten Einsatz von Kupfer. Ja, richtig gelesen. Kupfer. Türgriffe, Lichtschalter und was weiss ich alles aus Kupfer tötet Krankheitserreger bereits an den Übertragungsstellen ab.

Die Länderfürsten müssten eigentlich nur ein bisschen Kupfer in den Krankenhäusern anbringen lassen und könnten Tausenden helfen und sich selbst als Helden feiern. Gewonnen hätten dabei jedenfalls alle. Leider ist Kupfer teurer als Plastik. Vielleicht sollte der Stern lieber diese Tatsachen in der Bevölkerung verkünden, anstatt nur nach Väterchen Staat zu schreien. Bekannt sind diese Tatsachen schon seit einigen Jährchen. Auch ein neues Gesetz auf Papier wird an dem vorhandenen Strukturproblem nichts ändern.

Wikileaks – Jetzt wird’s persönlich…

Der Haftbefehl gegen den Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, Julian Assange, ist wieder aufgehoben worden. Das teilten die Behörden in Schweden am Samstagabend mit. Der Verdacht sei unbegründet, hieß es.

Am Freitagabend war ein Haftbefehl gegen Assange erlassen worden. Er stand im Verdacht, eine Frau vergewaltigt und eine weitere belästigt zu haben. Der Haftbefehl war wegen Verdunklungsgefahr erlassen worden, hatte eine Sprecherin noch am Samstagmittag mittgeteilt.

Der Wikileaks-Gründer wies die Vorwürfe zurück. Assange erklärte über den Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage, und dass sie zu diesem Zeitpunkt erhoben werden, ist zutiefst beunruhigend.“ In einer Mail an die größte schwedische Zeitung „Aftonbladet“ schrieb er: „Natürlich sind die Anschuldigungen über Vergewaltigung unwahr.“ (…) via

Wirklich krass in welche Trickkiste man greifen muss, um jemanden fertig zu machen. Hoffentlich ist da nichts dran. Ich persönlich halte diese Meldung für absurd. V.a. zum Zeitpunkt von möglichen Neuveröffentlichungen von Afghanistandokumenten. Mir riecht das eher nach Rufmord…

Wikileaks – Die Schweden machen’s vor

Die schwedische Piratenpartei (Piratpartiet) hat die Verantwortung für den Betrieb und die Sicherheit der schwedischen Server des Whistleblowerportals Wikileaks übernommen. Das berichtet Sveriges Radio. Am Dienstagabend wurde demnach zwischen der Partei und Wikileaks-Gründer Julian Assange eine entsprechende Übereinkunft getroffen. Zur Begründung hieß es, die Übernahme durch eine Partei in einem demokratischen Staat soll das Portal vor eventuellen Polizeirazzien schützen. Die Piratenpartei will für ihre Dienste keine finanzielle Gegenleistung verlangen. via

Das ist endlich mal eine gute Nachricht für Wikileaks. Nachdem in letzter Zeit wirklich massiv gegen Julian und Co. seitens der US- und anderen Regierungen vorgegangen wurde. Ich hoffe inständig darauf, dass weitere Staaten/Nationen diesem Beispiel folgen werden. Solltet Ihr nicht mehr solange warten wollen, könnt ihr selbst aktiv werden und euch mit TOR befassen.

Lesenswerter Artikel zur Netzneutralität

Hier ein wirklich guter Artikel der Zeit Online zum Thema Netzneutralität. Sehr empfehlenswert.

Google und Verizon bauen am Mittelalter-Internet

Willkür, Kleinstaaterei und Zollschranken, so wünschen sich Konzerne das Internet und wollen dazu die Netzneutralität abschaffen. Denn es wäre ein Billiardengeschäft. (…)
Der Suchmaschinenkonzern und die amerikanische Telefongesellschaft versuchen, im Internet so etwas wie Mautgrenzen und Zollschranken einzuführen. Gleichzeitig bauen sie an einer dauerhaften Überwachung der Inhalte.
Sie nennen es natürlich anders.
Im Kern geht es aber darum, dass Google seine Daten schneller zu den Kunden bringen will und bereit ist, dafür zu bezahlen. Das allerdings bedroht die Netzneutralität, die neben der Dezentralisierung eines der beiden Basisprinzipien der Internets ist. (…)

Atombomben, Männer in Höhlen und die Süddeutsche

atombombenreporterterrorismus

Deutsche Soldaten im Kampf gegen die Atombombe

Es folgt ein Beispiel, wie Journalisten auf schamlose Weise die Panik vor einer „schmutzigen Bombe, gebaut von Männern in Höhlen“ schüren. Das dieser Artikel sogar auf der Titelseite abgebilldet wird soll nur der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden. Die Süddeutsche hat momentan eine ganze Serie solcher Artikel im Programm. Der ein oder andere kann die Argumentation des Reporters sicherlich nachvollziehen, denn er schreibt ja:

Von Paul-Anton Krüger via
Das Risiko eines Atomkriegs der Großmächte ist gebannt, nun droht der westlichen Welt eine neue Gefahr: nuklearer Terrorismus. Geheimdienste und Experten sind sich einig: Terroristen könnten eine improvisierte Atomwaffe bauen, eine „schmutzige Bombe“ – und damit die Welt für immer verändern. (…)

! Also wenn sich Geheimdienste und die EXPERTEN der Süddeutschen sicher sind, dann könnten wir schon heute alle tot sein! Und zwar seit gestern! Eine Suche nach dem Stichwort „Experte“ ergibt übrigens 20.518 Treffer in der Süddeutschen. (Stand: 11.08.2010)

Zum Vergleich:
Eine Suche bei handverlesenen Online Zeitungen mit demselben Stichwort in der Nachrichten-Sektion ergab in der

FAZ 16.021 Treffer,
Bild.de 4.235 Treffer ;-),
FTD 2.666 Treffer
Stern 8.916 Treffer
Focus 7.060 Treffer
Handelsblatt 5.648 Treffer
N-TV 3.761 Treffer
BAZ: 5.797 Treffer

(Welt Online: 74.359 Treffer <– dieses Ergebnis bezieht sich wohl auch auf weiterführende Links.)
(Stand: 11.08.2010)

Wer sind eigentlich diese „Experten“ auf die sich die Süddeutsche immer wieder beruft und v.a. wo kommen so viele Experten her? Dieser Frage werde ich in den nächsten Tagen weiter nachgehen. Ob jetzt unterschiedliche Suchalgorithmen oder unterschiedlich große Archive dieses Ergebnis beeinträchtigen, lasse ich jetzt mal offen. Vielleicht müsste die Auswertung über einen gleiche Zeitspanne gefahren werden, inkl. Text Stichproben.

Quote an mich:
Atombombenbunker im Garten anfangen zu bauen.