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Hochzeit der deutschen und der amerikanischen Börse

Ein Moloch entsteht: Die Deutsche Börse und die NYSE besiegeln ihre Ehe zur größten Aktien-, Derivate- und Optionsbörse der Welt. Wer darin am Ende das Sagen hat, bleibt offen – und unwichtig. Fest steht: Der Riese wird den globalen Handel beherrschen. via

Also, die deutsche und die amerikanische Börse fusionieren. Da die amerikanische Börse eigentlich immer für das Herz des Kapitalismus stand und deshalb auch klar in Amerika angesiedelt war, macht man sich nun doch Gedanken darüber, wie es zu so einer Fusion kommen kann und welche Auswirkungen ein solches Handeln haben könnte…

Um es in „Spiegel Worten“ zu sagen:

Fest steht: Wir hatten eine Wirtschaftskrise, deren Hauptursache in Amerika liegt.
Fest steht: Der chinesische Renminbi setzt den Dollar weiter unter Druck.
Fest steht: Das quantitative Easing der Fed (und auch der EU) zeigt seine Auswirkungen.

Deutschland steht weiterhin zu Amerika und damit dem Dollar als Leitwährung. Aus deutscher Sicht ist nun die eigentliche Frage, welchen Nutzen Deutschland aus dieser Handlung haben könnte. Im Endeffekt müssen sich die „Entscheider“ gedacht haben: „Wir entscheiden uns lieber für den klassischen, bekannten Amerikaner, als den unberechenbaren, unbekannten Chinesen.“ Oder: „Never change a running system.“ Wobei das System ja eigentlich gar nicht mehr so sauber läuft?!

Doch was ist eigentlich die Aufgabe einer Börse? Wikipedia schreibt Folgendes:

Eine Börse dient der zeitlichen und örtlichen Konzentration des Handels von fungiblen Gütern unter beaufsichtigter Preisbildung. Ziele sind eine gesteigerte Markttransparenz für Wertpapiere, die Steigerung der Effizienz und der Marktliquidität, die Verringerung der Transaktionskosten sowie der Schutz vor Manipulationen.
via

Ähm. Die amerikanische Börsenaufsicht hat doch kläglich versagt, was uns ja eigentlich in die Finanzkrise gestürzt hat? Aber naja. Nun ist ja alles anders. Nun muss die amerikanische und die deutsche Börsenaufsicht zusammenarbeiten. Da bin ich mal gespannt, ob nun alles noch „transparenter“ und „einfacher“ wird. Ich vermute viel mehr, dass die Fusion eher das Gegenteil bewirkt: Intransparenz und Manipulationsmöglichkeiten und zwar diesmal in noch größerem Ausmaß!

Naja lassen wir das. Jetzt zählen wir mal eins und eins zusammen. Was kommt dabei heraus, wenn zwei der weltweit größten Marktplätze für „fungible Güter“ (=leicht austauschbare Güter) zusammenarbeiten, oder sich gar zusammenschliessen?
Richtiiiiiig. Eine Kartell zwischen Unternehmen bzw. Staaten. Einen exakten Begriff dazu kann ich leider nicht bieten, da ich die Börse momentan nicht richtig zuordnen kann… Ist eine Börse ein privates oder ein staatliches Unternehmen? Der Frage gehe ich demnächst mal nach.

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 20/07/2011 um 17:25

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