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Amerika vs. China – Round II

30/09/2010

Im Währungsstreit mit China hat das amerikanische Repräsentantenhaus den Weg für Strafmaßnahmen gegen Peking freigemacht. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Washington mit überwältigender Mehrheit für einen Gesetzentwurf, der das Handelsministerium bevollmächtigt, Strafzöllen wegen Währungsmanipulationen zu verhängen. Bislang darf das Ministerium solche Maßnahmen nur wegen unstatthafter Exportsubventionen gegen Handelspartner erlassen. via

Nun geht es wie vermutet um die Strafzölle. Wird dieses Gesetz im Senat abgesegnet, können die USA auf chinesische Importgüter Strafzölle erheben. Parallel dazu verkauft China seit einiger Zeit die amerikanischen Staatspapiere und…

…kauft verstärkt japanische Staatspapiere.
Zudem spielen auch die Chinesen eine Rolle. Um sich gegen einen Dollar-Verfall zu wappnen, kauft die Volksrepublik verstärkt japanische Staatspapiere. In diesem Jahr erwarb Peking mindestens 27 Milliarden Dollar an Yen-Papieren, das ist mehr als sechsmal so viel wie in den fünf Jahren zuvor. via

Warum sie jedoch gerade japanische Staatsanleihen kaufen, darüber kann momentan nur weiter spekuliert werden. China und Japan sind ja eigentlich nicht die besten Freunde.

Noda sagte, er wisse nicht, warum China diese Käufe forciert habe, werde sich in Peking aber um Aufklärung bemühen. Die Volksrepublik hatte im Juli kurzlaufende japanische Staatstitel im Wert von netto 7,6 Milliarden Dollar erworben. Die Ankäufe hatten Spekulationen ausgelöst, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schichte ihre Devisenreserven um: Dabei könnte China neben Dollar und Euro künftig einen größeren Yen-Anteil beimischen. via

Nun bleibt es natürlich spannend, welche Nation die oberhand behält: China oder Amerika.
Europa hält sich immer noch aus den Querelen heraus und beteiligt sich weiterhin als Zuschauer. Vielleicht ist das auch gut so.

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