Krank rein, krank raus.

24/08/2010

Besonders gefürchtet sind Bakterien wie der „Staphylococcus aureus“ (MRSA), der gegen das Antibiotikum Methicillin resistent und auch mit anderen Wirkstoffen nur schwer zu bekämpfen ist. Doch es muss nicht immer gleich dieser Killer sein. Laut Klaus-Dieter Zastrow von der DGKH machen mulitresistente Erreger nicht die Masse der Krankenhausinfektionen aus, sondern andere Keime, die etwa Blutvergiftungen und Wundinfektionen auslösen können. „Ihnen ist nur durch viel bessere Hygiene beizukommen“, sagt er. Etwa ein Drittel der Infektionen wäre Untersuchungen zufolge vermeidbar. (…) Wie mulitresistente Krankenhauskeime wie MRSA erfolgreich bekämpft werden können, zeigt ein Blick in die Niederlande. Dort hat eine nationale Präventionsstrategie dafür gesorgt, dass Infektionen mit dem gefährlichen Erreger deutlich zurückgegangen sind. (…)via

In diesem Stern Artikel geht es m.E. nur um eins: Mobilisierung einer national einheitlichen Präventationsstrategie. Wie die Niederländer gegen diese Erreger vorgegangen sind wird komplett ausgeblendet. Da meine Bekannte täglich mit solchen Patienten zu tun hat, habe ich zu diesem Thema etwas mehr Hintergrundwissen. Die Holländer verzichten einerseits auf den unüberlegten Einsatz von Antibiotika. Wir Deutschen bekommen/wollen ja wegen jeder kleinen Erkältung schon Antibiotika verabreicht bekommen. Ein weiterer entscheidender Faktor den die Niederländer berücksichtigen, ist die Reduzierung von agressiven Desinfektionsmitteln und dafür den verstärkten Einsatz von Kupfer. Ja, richtig gelesen. Kupfer. Türgriffe, Lichtschalter und was weiss ich alles aus Kupfer tötet Krankheitserreger bereits an den Übertragungsstellen ab.

Die Länderfürsten müssten eigentlich nur ein bisschen Kupfer in den Krankenhäusern anbringen lassen und könnten Tausenden helfen und sich selbst als Helden feiern. Gewonnen hätten dabei jedenfalls alle. Leider ist Kupfer teurer als Plastik. Vielleicht sollte der Stern lieber diese Tatsachen in der Bevölkerung verkünden, anstatt nur nach Väterchen Staat zu schreien. Bekannt sind diese Tatsachen schon seit einigen Jährchen. Auch ein neues Gesetz auf Papier wird an dem vorhandenen Strukturproblem nichts ändern.

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